Tripsdrill
Auf unserer Rundreise im Süden der Republik wollten wir auch Tripsdrill mal wieder einen Besuch abstatten. Hauptgrund war Mammut, die neue Holzachterbahn, die wir letztes Jahr nicht geschafft hatten. Dieser Familienpark im Schwäbischen lässt sich nur mit einem Wort richtig beschreiben: Urig. Und dieses im positiven Sinn. Und schwäbisch ist auch die Thematisierung der einzelnen Attraktionen. Zu den meisten gibt es eine Geschichte mit sonderbaren Personen oder Begebenheiten aus der Heimatregion. Denn wo sonst gibt es eine Kaffeetassenfahrt in einer überdimensionalen Kaffeemühle oder eine Kinder Wildwasserbahn in Mehlsäcken. Es fällt auch wohltuend auf, dass es sich um einen sehr grünen Park handelt. Statt Zäune gibt es hier Hecken.
Entstanden ist alles rund um eine Altweibermühle, deren Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurück gehen. Die jetzige ist aus dem Jahr 1950, nachdem die vorherige 1946 nach Blitzschlag abgebrannt war. In der Mühle befindet sich wie ehedem eine Rutsche. Auch daneben, im alten Gasthaus zur Altweibermühle, kann man noch heute schwäbisch essen. Dieses gilt für den ganzen Park. Statt dem bekannten Fastfood gibt es hier Spezialitäten aus der Region.
Die konsequente Ausrichtung auf Familien merkt man auch an den Attraktionen. Thrillrides sucht man vergebens, findet aber zwei schöne Coaster die richtig Spaß machen. Weitere Highlights sind die Wildwasserbahn "Badwannen-Fahrt zum Jungbrunnen" in der Burg Schreckenstein. Sie glänzt mit einem Rückwärtsteil und einem kurzen Darkride zum Thema Jungbrunnen, der sich im Erdgeschoss der Burg befindet. Und das alles in Badewannen. Auch das Waschzuber Rafting ist entsprechend seinem Namen thematisiert.
Links vom Eingang liegt der Mühlensee. Bei der Spritztour mit den Booten hat man ab und zu die Möglichkeit, die Mitfahrer der anderen Boote etwas zu bewässern. Die Spritzen haben hier die Form von Kaffee- und Gießkannen oder Weinflaschen.
Direkt daneben steht ein Freefall-Tower der besonderen Art: Donnerbalken. Er ist nicht sehr hoch oder schnell, aber überrascht die Gäste mit einer wackeligen Aufhängung und dem Kippen der Stühle nach vorne.
Auch das Hochfahrgeschäft Maibaum habe ich bisher noch in keinem anderen Park gesehen.
Wer sich nicht den ganzen Tag im Park aufhalten möchte, kann auch noch das angrenzende Wildparadies besuchen. Der Besuch ist im Eintrittspreis mit enthalten.
Bilder: September 2008 - Olli / Text: Juni 2009 - Thorsten & Family